Teppich-Arten

Was ist der Ünterschied?

Nomad =

Nomadenteppich mit traditionellen Tier- & Pflanzenmustern - ein überzeugendes Werk textiler Volkskunst nach nomadischer Tradition.

  • Gabbeh, Südpersien
  • Ghaschghai, alt
  • Nimbaft, Südpersien
  • Schekarlou, Gabbeh
  • Tajik, Gabbeh

Gabbeh
Ein Gabbeh diente ursprünglich ausschließlich dem Hausgebrauch und wurde wegen seinem hohen Flor Anteil als Schlafunterlage verwendet. Die Muster entstammen den Erlebnissen der Gashgai und Luri Nomaden, aus dem Südwesten des Iran, während Ihrer Wanderungen.

Shuli
Der Shuli ist eine Weiterentwicklung des Gabbeh. Er ist feiner geknüpft und enstammt den Shuli, einem Unterstamm der Ghashghai-Nomaden.

Schekarlu
Der Schekarlu ist ähnlich dem Shuli ein Teppich höchster Qualität und hoher Knotenanzahl in modernen Mustern.

Farbsymbolik in Persien

Farben hatten und haben bei Orientteppichen eine wesentliche Bedeutung, sagen doch diese viel über den Inhalt des Teppichs aus. Im Zusammenhang mit dem Muster kann der Knüpfer eine Geschichte in sein Stück verarbeiten.

  • Farbe Weiß Farbe der Reinheit und Sündlosigkeit
  • Farbe Gelb Farbe der Lebenskraft und Vitalität
  • Farbe Orange Farbe der Unterwerfung, Demut und Frömmigkeit
  • Farbe Blau Farbe des Himmels und der Luft
  • Farbe Grün Farbe des Frühlings und der Hoffnung

Classic =

Klassischer Teppich mit klasischem Muster. Ranken, Arabesken und Wolkenbänder charakterisieren den klassischen Perserteppich.

  • Ghom, Naturseide
  • Keshan, alt
  • Keshan, antik, Ataschoghlu
  • Täbriz Bildteppich
  • Täbriz, Bildteppich, sehr fein
  • Täbriz Bildteppich

Isfahan
So wie die Stadt Isfahan als ein Juwel orientalischer Städtebaukunst gilt, ist für viele Menschen ein erstklassiger Isfahan die Krone der Teppichknüpfkunst. Dieser zählt heute zum Inbegriff des klassischen persischen Teppichs und gehört zweifelsfrei zu den besten Produkten seines Landes.

Isfahan gilt als geistige Heimat des floralen Medaillons, das in acht oder sechzehn ( oft sogar mehr ) Segmente, wie bei einer Kompassrose oder einem Stern, aufgeteilt ist. Dieses Detail finden wir in Teppichmustern und Keramikschmuck der Moscheen Isfahans. Die klare und wohlgeordnete Zeichnung der Motive im Innenfeld, die gewöhnlich als „ Schah-Abbas-Palmetten“ bezeichnet werden, sind die Stilisierung der chinesischen Lotus- oder Päonienblüte. Diese wird getragen von „Islimis“ genannten Stengeln oder Blütenstielen, die aus allen Richtungen aus den Medaillons herauswachsen und sich in einem harmonischen Rankenwerk über den ganzen Spiegel hin entfalten.

Nain
Seine besonders feine Optik erfährt der Nain durch die Konturierung der aufwendigen floralen Zeichnung mit reiner Naturseide, während für den dichten Flor nur Wolle in feiner Kammgarnausführung verwendet wird. Charakteristisch für Nain sind vor allem die Farben, vorwiegend Hell- oder Dunkelblau, dazu Creme, oder Graubeige.

Die brillante blaue Farbe, die den Himmel, die Luft und Ewigkeit symbolisiert, verleiht dem Nain Teppich zusätzlich einen eigenen Zauber !

Tabriz
Diese Teppiche sind berühmt für Ihren Formenreichtum und Harmonie und zählen zu den Meisterwerken der Teppichkunst.

Ein matt schimmernder Flor in einzigartig elegantem Blau und Elfenbein umgibt diesen anmutigen Teppich. Grazile Blütenstengeln werden von wundervoll gestalteten Palmetten umgeben. Lanzettenblätter in immer neuen Varianten sind meisterlich dazwischen dekoriert und bilden trotz extremer Farbenvielfalt mit den zartgliedrigen, floralen Schmuckelementen eine edle Harmonie. Das prachtvoll koordinierte Feld findet seinen Abschluss in einer Borte, die sich ganz dem edlen Stil dieses kunstvollen Täbriz anpasst.